Für Heimwerker und Schokobastler: Haselnusskonfekt
13 Dez 2011 5 Kommentare
in Querfeld Schlagworte: Kochrezept
Ja, ich gebe gerne zu, im bei Konna entdeckten Original heißen die Dinger Nutellatrüffel. Aber nachdem in meiner Familie niemand dazu bewegt werden konnte, die mehr oder minder rundlichen Schoko-Nuss-Gebilde mit Trüffeln in Verbindung zu bringen, wurde in der neuen Benennung das Pralinige hervorgehoben und außerdem der Aspekt betont, dass es sich hier um eine in Nussallergikerhaushalten genehmigungspflichtige Waffe handelt. Außerdem, das muss angemerkt werden, hat sich das Rezept etwas geändert. Die ursprüngliche Version also unter dem obigen Link, die von mir (nach einer gewissen Entwicklungsphase) etwas vereinfachte nach dem folgenden Doppelpunkt:
Zutaten (n.b.: ich arbeite mit der halben Masse im Vergleich zu Konnas Angaben):
- ca. 375 bis 400 g Nutella
- 250 g Haselnussschnitten
- gehackte sowie geriebene Haselnüsse
- für die Glasur: ca. 150 g Kochschokolade und ca. 150 g Butter
Zubereitung:
Die Haselnussschnitten zerbröseln (am besten in eine große Rührschüssel), dazu ca. eine Handvoll gehackte Haselnüsse und vier bis fünf Esslöffel geriebene Haselnüsse. Diese ‚Trockenmasse’ schonmal gut vermengen und dann das Nutella darüberleeren (bzw. da dieses höchstwahrscheinlich eher zähflüssig ist, mit einem Löffel aus dem Glas ‚schaufeln’). Jetzt gut verrühren (ich hab das mangels Mixer nur mit dem Kochlöffel gemacht und das hat auch gut geklappt, ist aber ein bisschen anstrengend, bis man wirklich alle Brösel bzw. Nussstücke im Nutella hat).
Aus der für einige Zeit gekühlten (nicht tiefgefrorenen) Masse werden mithilfe zweier Teelöffel kleine Kugeln geformt und auf Backpapier gesetzt. Vielleicht als Orientierung: Bei mir sind sich exakt 88 Kugeln in einer relativ praktischen Größe ausgegangen.
Wer möchte, kann die Größe des ‚Untergrundes’ (Tablett, Teller…) gleich seinem Gefrierfach anpassen, denn dorthin geht es als nächstes: ein kleiner Kälteschock für die Kügelchen für eine halbe bis eine ganze Stunde. Damit denen beim nächsten Arbeitsschritt kein Blödsinn einfällt, etwa in der Schokoglasur zu zerfallen.
Schokoglasur? – Ach ja, die gilt es vorzubereiten: In einem Wasserbad werden in einer möglichst schmalen Tasse Kochschokolade und Butter erhitzt (und um Diskussionen vorzubeugen, werden Kochschokolade und Butter hier ohne Artikel angeführt, offtopic Ende ^^) und miteinander verrührt. Ggf. teilt man die Glasur bzw. deren Zutaten auf zwei oder sogar drei Durchgänge auf, dann geht das mit dem Erhitzen auch jeweils schneller. Außerdem sollte man sowieso immer nur maximal 25 bis 30 der Kügelchen auf einmal aus dem Gefrierfach nehmen, sonst werden die letzten, bis sie zum Tunken dran sind, schon wieder zu weich. Sollte die Glasur zu zähflüssig wirken, den Butteranteil erhöhen (da ich selbst in einem laufenden Feldversuch auf die endgültige Vorgehensweise gekommen bin, können die Mengenangaben bei Schokolade und Butter leider etwas unexakt sein).
Getunkt habe ich nach mehreren fruchtlosen anderen Versuchen schließlich mithilfe eines Grillspießchens; ein zweites solches hilft, die getunkte und auf dem Backpapier wieder abgesetzte Kugel vom ersten Spießchen zu befreien und das eventuell noch sichtbare Loch mit Schokolade zuzustreichen.
Wenn schlussendlich alle Kugeln ihre Schokoschicht bekommen haben, werden sie nochmals kühl gestellt (jedenfalls für mehrere Stunden) und können anschließend, sofern man nicht gleich eine Horde Schokotiger zu versorgen hat, z.B. in einer Keksdose gelagertwerden (aber bitte nicht bei Zimmertemperatur, sondern im Keller oder Kühlschrank). Den Schlusssatz möchte ich mir jetzt übrigens wieder von Konna ausborgen, denn egal ob man sie nun Nutellatrüffel oder Haselnusskonfekt nennen möchte, eines sind sie gewiss: Unfassbar leckere Kalorienbomben!



Dez 16, 2011 @ 13:47:58
Yum, yum, klingt ja echt lecker! Wenn ich heuer Weihnachtskonfekt oder -kekse machen würde, dann würde ich die Dingens sicher ausprobieren! Aber vielleicht dann nächstes Jahr…. Auf die Fotos bin ich auch schon gespannt. Sieht das Haselnußkonfekt so aus wie es aussehen “soll”, oder formt es sich in Richtung “kreatives Eigenmodel”?
Dez 16, 2011 @ 16:12:16
Naja, die sind ja nicht sooo weihnachtlich, dass man sie nicht auch zu einer anderen Jahreszeit machen könnte. ;-)
Meine ersten Versuche (die erste Hälfte vom großen Nutellaglas und die ersten 250 g Haselnussschnitten) sehen eher aus wie der Beweis für Chaostheorie und Urknall in einem, aber bei der zweiten Partie, die ich mithilfe von zwei Teelöffeln geformt habe, ist ein Großteil tatsächlich irgendetwas zwischen oval und fast rund geworden. :)
Foto ist jetzt auch da!
Dez 17, 2011 @ 21:04:40
Ach ja! Danke für das Foto! Die Dingens sehen ja tatsächlich sehr bekömmlich und auch gefällig aus!
Die Vorstellung, dass das Universum mit einem Urknall aus explodierendem Nutella geformt wurde, gefällt mir übrigens sehr. Und bezüglich Geschmack stell ich mir sowohl das Universum als auch das Haselnußkonfekt so ähnlich wie einen leckeren Zaunerstollen vor. Yum….
Dez 18, 2011 @ 12:55:13
Foto ist leider nicht so toll geworden, wie ich gehofft hatte, aber vielleicht bekomme ich noch ein eindrucksvolleres hin, wenn ich es endlich schaffe, die Kamera und die große Mehrheit der Kügelchen (sofern noch vorhanden) an einen Ort zu bringen.
Urknall aus Nutella… mmmm, da wär ich nun wirklich gern dabeigewesen.
Ich habe übrigens was murmeln gehört, dass ein paar der Konfektkügelchen (blöderweise sind vergleichsweise wenige aus OÖ nach Wien mitgereist) dich am Dienstag kennenlernen wollen. Ob sie Stefan dann auch noch kennenlernen dürfen, hängt ganz von dir ab… ;-)
Dez 18, 2011 @ 21:44:57
Uiuiuiui, Schokokügelchen, die mich kennenlernen wollen?? Also ich schwörs, ich hab “Freu auf Dienstag” gesagt, bevor ich das wußte, aber jetzt freu ich mich nicht nur auf die Tschü, sondern auch auf die Schokokügelchen! (Und das eine oder andere wird Stefan vermutlich schon kennenlernen, hmpf.)